Tropisches Domizil für Affen und Koalas

Veröffentlicht auf von clemens

Die Umgestaltung des Zoos setzt sich mit einem neuen Tierhaus fort und steigert seine Attraktivität weiter.

Wo heute noch Esel und Stelzvögel im Dresdner Zoo ihr Reich haben, werden schon im nächsten Jahr Bauarbeiter die Herrschaft übernehmen. Esel und Vögel kommen natürlich an anderer Stelle unter. Doch hier im Ostteil des Zoos entsteht ein weiteres Kleinod: Juni 2010 soll das Prof.-Brandes-Haus eröffnet werden. Ein Tierhaus, welches in naturnah gestalteten Gehegen Primaten, Krokodile, Schönhörnchen und Koalas beherbergen wird. Es war Gustav Brandes, Direktor des Dresdner Zoos von 1910 bis 1934, der einst begann, Tiere in einem natürliches Umfeld zu halten. So soll das Haus seinem Namen Ehre machen.

Eintauchen in den Regenwald
Der Besucher wird sich im Prof.-Brandes-Haus in die Tropen versetzt fühlen. „Er betritt zunächst einen dunkler gehaltenen Teil mit viel Grün, in den das Licht, wie im Regenwald, durch kleine Öffnungen flutet. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit erzeugen dabei tropisches Klima vor“, erklärt Frank Kirsten. Sein Schweriner Architekturbüro trug den Sieg im Wettbewerb um die Gestaltung der Anlage davon. In diesem „Regenwald-Teil“ können verschiedene Affenarten beobachtet werden, wie sie im Geäst hangeln oder durchs Dickicht springen. Kaiserschnurrbarttamarin Manolo und seine Familie werden hier leben, die Guerezas – seit den 60er Jahren Wappentier des Dresdner Zoos –, die Wanderus. Präsentiert werden aber auch neue Primaten, wie die Weißkopfsakis und die seltenen Wollaffen, von denen es seit den 60er Jahren keine mehr in Dresden gab.
Der Weg führt dann zu einer Lichtung, die den Blick freigibt auf eine Wasseranlage, die dem Leistenkrokodil Max endlich genügend Platz bietet. Das über 50-jährige Reptil hat es auf die Länge von über viereinhalb Metern gebracht. „Damit zählt es zu den größten Tieren seiner Art, die in europäischen Zoos gehalten werden“, sagt Zoo-Direktor Karl-Heinz Ukena. Er ist sehr froh darüber, dass sich die Stadt zum Zoo bekennt. Dokumentiert wird dies mit der im Haushalt fest verankerten Summe von jährlich vier Millionen Euro. „Sonst könnten wir Projekte wie diese gar nicht in Angriff nehmen. Auf Spenden sind wir aber trotzdem noch angewiesen, denn das Tierhaus kostet schon an die sechs Millionen und es soll noch weitere Projekte geben.“
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Veröffentlicht in Dresden

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