Namen fürs Tiger-Baby

Veröffentlicht auf von clemens

..........Die Raubkatze besucht Helma Orosz im Rathaus und lässt sich von der Oberbürgermeisterin sogar mit der Flasche füttern.

Vor allem die Herzen hat sie gewonnen, die winzige, weiße Tigerdame – das neue Mitglied der Sarrasani-Familie. Gerade fünfeinhalb Monate ist sie alt. Die Leser der SZ konnten sie bereits auf Fotos sehen und etliche Gäste des Trocadero am Straßburger Platz haben das wuschelige Wesen sogar schon auf der Bühne erlebt. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) durfte sogar noch näher heran. Sie kraulte die kleine Dame und gab ihr die Flasche, die das Baby schmatzend austrank. Dann hüpfte die Gesättigte über das weiße Rathaus-Mobiliar.

Nuckelflasche zum Frühstück

„Maus“, nennt André Sarrasani seinen Zögling liebevoll. „Einen Ausweis hat die Miniraubkatze selbstverständlich auch“, sagt der Zirkusdirektor. Aber einen richtigen Namen hat Maus noch nicht. „Es soll ein klangvoller Name sein, der gut zu unseren anderen beiden großen Tigerdamen Thara und Kahn passt“, wünscht sich André Sarrasani. Seine Nachbarn stecken ihm über den Gartenzaun schon Zettelchen mit ihren Vorschlägen zu.

Bisher konnte sich André noch nicht entscheiden. Ebenso das ganze Sarrasani-Team. Ihnen können die Leser der SZ jetzt helfen. Sie sind aufgerufen, ihre Ideen einzusenden. Aus den Zuschriften soll der schönste Name für den Tigerzwerg ausgesucht werden.

Seitdem sie sich am 9. Oktober zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte, hat die junge Raubkatze schon ordentlich zugelegt. Inzwischen bringt sie rund 30 Kilogramm auf die Waage. „Wir wiegen sie gelegentlich zur Kontrolle auf einer ganz normalen Personenwaage, auf der wir ein Brett befestigt haben“, erzählt André Sarrasani. Das sei wichtig für die Überwachung der Ernährung und für die Impfungen. Zum vorsorglichen Piecks bringt er seinen Zögling zur Tierärztin Dr. Sabine Schulz. Sie gehe wundervoll und ohne Angst mit diesem ja wirklich nicht alltäglichen Patienten um.

Vorab-Geburtstagsgeschenk

Angst war auch nicht angesagt, als wir das Tigerbaby exklusiv und als ganz große Ausnahme in seinem Kinderzimmer besuchen durften. Im Raum, eingerichtet mit Kletter-ästen und -podesten, Sägespänen auf dem Boden und Tigers Lieblingskordel zum Spielen, soll sich das Jungtier sicher fühlen.

„Zum Frühstück gibts dreieinhalb Nuckelflaschen voller Katzenbabymilch, zum Mittag rund 400 Gramm Rindfleisch und Katzenfutter und am Abend eineinhalb Kilo Fleisch am Knochen“, erzählt André Sarrasani, der übrigens gestern seinen 36. Geburtstag hatte und für den „Maus“ ein wahres Vorab-Geburtstagsgeschenk ist.
Werbung

Veröffentlicht in News

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post